Oster-Weihbrot I Easter Bread

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Wenn man dem Handel glauben darf, fängt Ostern eigentlich schon am 27. Dezember. Denn dann bekommen all die armen Schokonikoläuse, die es nicht unter die Weihnachtsbäume geschafft haben, über Nacht Ohren und Hasenzähne. Für mich beginnt das richtige Ostern erst mit dem Osterbacken in der Karwoche, bei dem sich unsere Küche in eine kleine Bäckerei verwandelt und man zwischen Bergen von Mehl und Germwürfeln kaum noch Platz findet, das heiße Blech abzustellen.
Dieses Rezept für Weihbrot stammt von meiner Mama, die sich dem perfekten Osterbrotrezept verschrieben und es nach viel Tüfteln auch tatsächlich gefunden hat. Das Ergebnis ist ein herrlich saftiger Germteig, außen goldgelb und innen zart cremefarbig, der genau die richtige Süße hat.

Dieses Jahr haben wir ein Experiment gewagt und statt Zucker Sukrin verwendet. Das ist ein Zuckerersatz, der (juhu!) absolut kalorienfrei ist, weil er im Körper nicht verstoffwechselt wird. Ich will hier jetzt keine Werbung dafür machen, denn ihr findet alle Infos sowie Vor- und Nachteile im Internet und könnt euch am besten selbst ein Bild davon machen. Aus meiner Erfahrung kann ich aber zwei Dinge sagen: Sukrin hat sich beim Backen absolut gleich verhalten wie Zucker, Zutatenmengen können also 1:1 übernommen werden, es ist jedoch deutlich weniger süß. Wer es also gern süß mag, sollte die angegebene Zuckermenge eineinhalb- oder zweifach rechnen, wenn er mit Sukrin backt. Und er kann sich trotzdem über kalorienarmes Gebäck freuen :)

Zutaten (für 8-10 mittelgroße Weihbrote):

– 1200 g Mehl, glatt
– 120 g Sukrin (oder Zucker)
– 3 Kaffeelöffel Vanillearoma
– 3 Würfel Germ (= Hefe) à 42 g
– 550 ml warme Milch
– 1 Kaffeelöffel Salz
– 120 g weiche Butter
– 6 Eidotter
– evtl. Rosinen

Und so geht’s:

Teig vorbereiten:

Für den perfekten Germteig macht ihr als erstes ein Dampfl. Das ist (ziemlich österreichisch) der Vorteig, der den Germteig im Endeffekt so fluffig macht. Dafür die Germ in eine große Rührschüssel (idealerweise die der Küchenmaschine) bröseln, die Milch leicht erhitzen, auf die Germ schütten und mit einer Gabel ein wenig verrühren. Etwas von dem Zucker und dem Mehl zugeben und ca. 5 Minuten an einem warmen Ort stehen lassen, bis sich Blasen bilden. Wenn sich keine Blasen bilden, keine Panik, früher war das Dampfl lediglich dazu da, um zu überprüfen, ob die Germ genug Bakterienkulturen hat. Bildeten sich keine Blasen, wusste man, dass die Germ schlecht war. Mit unserer industriellen Germ heute ist das Dampfl eigentlich mehr ein traditioneller Teil des Backvorgangs und hilft, dass sich die Germ später gleichmäßiger im Teig verteilt.

In das Dampfl die restlichen Zutaten (Mehl, Zucker, Eidotter, Salz, Butter, Vanillearoma) einwiegen und mit der Küchenmaschine auf kleiner Stufe für gute 10 Minuten sanft durschlagen. Den Teig dann an einem warmen Ort, idealerweise einfach im Raum, ca. 1 Stunde rasten lassen. Germteig kann auch am Vortag zubereitet werden, damit er über Nacht rasten kann.

Teig verarbeiten:

Backrohr auf 160°C vorheizen. Den Teig nochmals mit den Händen auf einer bemehlten Fläche sanft durchkneten, wer möchte, kann jetzt die Rosinen einkneten. Den Teig in gleich große Stücke teilen, je nachdem, wie groß die einzelnen Osterbrote werden sollen. Für meine Osterbrote hatten die Teiglaibchen ungefähr die Größe von Äpfeln. Die Osterbrote vorsichtig schleifen, also mit der flachen Hand auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu Kugeln formen und auf ein Backblech legen. Zwischen den einzelnen Laibchen Platz lassen, da sie noch aufgehen.

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Mit einer Schere (mit einem Messer wird man zum Sisyphus) ein hahnentrittartiges Muster in die Laibchen schneiden, je tiefer ihr sie einschneidet, umso stärker wird das Muster am Ende. Die eingeschnittenen Laibchen noch einmal mit einem Küchentuch abdecken und für ca. 10 Minuten rasten lassen. Dann die Oberseite bis auf den Einschnitt mit einer Mischung aus 2 Eidottern und etwas Milch bestreichen, damit sie schön glänzen. Bei 160°C und Umluft für 15 Minuten backen. Stäbchenprobe machen, ob sie auch wirklich durch sind und gleich nach dem Backen noch einmal mit der Ei-Milch-Mischung bepinseln.

Und dann dürft ihr genießen und euch über euer selbst gebackenes, absolut perfektes Osterbrot freuen. Übrigens: Die fertigen Brote können problemlos eingefroren werden, meiner Meinung nach werden sie dadurch sogar noch besser. Einfach auf ein Tablett oder Holzbrett setzen und mit einem Plastiksack abgedeckt direkt nach dem Auskühlen oder noch lauwarm einfrieren. Für das Auftauen einfach 1-2 Stunden vor dem Verzehr bei Raumtemperatur aufgehen lassen. Viel Spaß beim Backen und besten Appetit!

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This Recipe in English:

I have to admit that I didn’t even bother trying out another recipe for Easter Bread than my mum’s. In fact, it’s just the best recipe for the best Easter Bread ever, it’s as simple as this. The dough is ever so soft, golden on the outside and creamy on the inside – the little breads just taste heavenly. We’ve been baking these for about ten years now, with my mum constantly improving and changing the recipe (now having arrived at the final, perfect, version).

Still, this year was a bit of a first too because we tried baking with Sukrin instead of granulated sugar. Sukrin is kind of a sugar substitute that has no calories but can be processed just like sugar. I won’t advertise here because you can get all the information on the net anyways but I’d advise you to double the recipe’s amount of sugar when taking Sukrin if you like your baking sweet. Meaning, for this one you want to take about 200g instead of the suggested 120g.

Ingredients (for 8-10 middle-sized Easter Breads):

– 1200 g flour
– 120 g Sukrin (or the same amount sugar)
– 2 teaspoons vanilla extract
– 3 yeast cubes à 42 g
– 550 ml milk, warm
– 1 teaspoon salt
– 120 g butter, soft
– 3 egg yolks
– raisins, if you want to

Directions:

Preparing the yeast sponge:

For the perfect yeast dough crumble the yeast into the bowl of your stand mixer and cover it with the warm milk. Into this mix, pour some of your Sukrin/sugar together with some of the flour and let it rest for about 5-10 minutes. By then, the yeast sponge should be bubbling a bit, don’t panik if it doesn’t, the dough will work out just fine.

After the dough has rest, add the remaining ingredients and beat them at low speed for at least 10 minutes. Cover the dough with a wet cloth and let it rest at a warm place (ideally your baking room) for about 30 minutes. You can also prepare your dough the previous day and let it rest over night. Just make sure you use a big bowl so that your dough doesn’t start wondering around on the floor (What? Nooo, that’s never happened to me).

Processing the dough:

Preheat oven to 160°C. Gently knead the dough again, this time using your hands, and divide it into 8-10 little balls equal in size. With your hands smooth them and put onto your baking sheets. With a scissor, cut a pattern into your dough balls (see picture). Let them rest for about 10 minutes. Mix two yolks with some milk and lightly brush your dough balls with it, leaving out the cut-outs (these will remain white afterwards, I heard they should remind of a bishop’s hat). Bake at 160°C for 15 minutes, then immediately brush them with your egg-milk mix again so that they’ll glaze.

The breads can be frozen for as long as you want, just put them into a plastic bag. If you then want to eat the bread just take it out of the freezer two hours before your need it and let it thew slowly.

I really hope you will enjoy the recipe as much as I do. Have a very happy Easter!

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5 thoughts on “Oster-Weihbrot I Easter Bread

  1. I’ve never seen Easter breads like this before, they look delicious Chantal! Soft and fruity. Thanks for sharing your mother’s recipe. I’ve never heard of Sukrin, I’ll have to look it up! Happy Easter x

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