Selbstgemachte Bolognese I Homemade Bolognese

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Hallo, ihr Lieben!

Wer kenn es nicht: die Uni/Arbeit/Schule/andere Verpflichtungen brauchen all eure Aufmerksamkeit, aufräumen und putzen sollte man auch noch, Geburtstage stehen an und Hunger hat man obendrein! Bei mir ist dann gaaanz schnelle Küche gefragt, ganz nach dem Motto: keine Zeit mit Schnipseln verschwenden, sondern am besten vom Herd auf den Teller in unter 15 Minuten.

Trotz Stress habe ich aber keine Lust, mich nur von Fertiggerichten zu ernähren, sondern möchte trotzdem halbwegs gesund und lecker essen. Und deshalb heißt es vorbereiten! Und was lässt sich besser vorbereiten als frisch und selbst gemachtes Sugo für Spaghetti Bolognese?

Deshalb gibt es für euch von mir heute die Anleitung für eine Bolognese unter 30 Minuten mit Herrichten, Zubereiten und Abwaschen. Diese Zeit kann man sich wirklich immer nehmen, sei es an einem freien Tag oder während im Radio die Top 10 der Woche laufen. Da ich Sugo mit Faschiertem gerne mag (für die vegetarische Variante kann das Fleisch ganz einfach ausgetauscht werden, mehr dazu im Rezept), warte ich meist ab, bis es in einem Geschäft in Aktion ist, kaufe einen ganzen Kilo auf einmal und verarbeite es ganz frisch. Und wenn sich das Frisch-Verarbeiten nicht ausgeht, friere ich das Fleisch ein und kann es dann verarbeiten, wenn es passt.

Zutaten (für ca. 6 Portionen für 2 Personen):

– 1 kg Faschiertes (Rind/Schwein gemischt, meist im Verhältnis 40:60, ihr könnt auch reines Rinder-, Schweine-, oder Kalbsfaschiertes nehmen)
– 2 Packerl passierte Tomaten, je 500 ml
– frischer Rosmarin
– getrockneter Oregano und Majoran
– 2-3 große Karotten
– etwa 100 g Sellerie, das ist ca. 1/2 kleine Knolle oder 1/3 einer größeren
– 1/2 Zwiebel
– etwas Sonnenblumenöl
– Salz, Pfeffer, Zucker, 2-3 Lorbeerblätter

Und so geht’s:

Wenn ihr das Faschierte eingefroren hattet, gebt es gefroren mit wenig Wasser in einen großen Topf und kocht es so lange, bis es durch ist. Dafür wendet ihr es und schabt das durchgekochte Fleisch so lange ab, bis alles gekocht ist. So zerkleinert ihr es einerseits und kocht es andererseits gut durch, ohne, dass es zäh wird.
Bei frischem Faschiertem geht es etwas schneller, ihr solltet es aber auf jeden Fall wirklich komplett frisch (nicht älter als max. 1 Tag) zubereiten. Einfach in ca. 1 EL Sonnenblumenöl scharf anbraten.

Währenddessen die Karotten und den Sellerie fein reiben. Ich mache das mit einer Standreibe am feinsten Reibegrad und schäle weder Karotten noch Sellerie (beim Sellerie schneide ich den Wurzelansatz ab und entferne verunreinigte Stellen). Die halbe Zwiebel fein würfelig schneiden und zusammen mit dem geschabten Gemüse zum Fleisch geben, sobald dieses angebrutzelt ist. Für ca. 5 Minuten weiterbraten, bis es gut duftet. Dann könnt ihr würzen: Salz, Pfeffer, frischen Rosmarin, Thymian, Oregano, Majoran, Lorbeerblätter – probiert aus, was euch am besten schmeckt. Wichtig ist, dass ihr auch mindestens einen Teelöffel Zucker hinzugebt, damit die Tomaten ihre Süße entfalten können.

Das war’s auch schon! Ich lasse das Sugo auf der ausgeschalteten aber heißen Herdplatte stehen, damit es gut durchzieht (meist über Nacht). Am nächsten Tag ist es vollständig ausgekühlt und ich kann es in kleine Behälter füllen und einfrieren.
Vor dem Essen hole ich es einfach aus dem Tiefkühlfach und koche es auf, während das Nudelwasser und die Nudeln kochen – so dauert das Mittagessen nicht einmal 15 Minuten und ist trotzdem superlecker, gesund, selbstgemacht und sättigend (vor allem, wenn ihr Vollkornnudeln verwendet).

Für Vegetarier lässt sich das Faschierte übrigens super ersetzen. Entweder, ihr macht ein reines Gemüsesugo und verwendet, was ihr mögt oder was gerade Saison hat (Zucchini, Melanzani, Paprika, Oliven, Champignons, Mais) oder ihr weicht Sojagranulat (für diese Menge würde ich in etwa 200-250 g Granulat verwenden) in Gemüsebrühe – ca. die dreifache Menge des Granulats – und würzt alles, wie es euch schmeckt.

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This Recipe in English

Finally, I get to share my bolognese recipe with you, which I have fallen in love with for many reasons. First, it’s so very time-saving in periods where you feel everything happens at once and you just don’t know how, on top of all, you’re supposed to fit in healthy eating.

But even in the stressiest of times, I refuse eating out all the time (too expensive) or living off convenience foods just because they’re fast to cook. With some preparation, every meal can be healthy, very easy and quick to make. Especially if it doesn’t even need preparing because you’ve done it in advance.

Which is exactly why I love this recipe. I prepare the bolognese way in advance (e.g. on a free Sunday afternoon), freeze it and then take it out and cook it freshly whenever there’s no time to cook. As it’s a lot cheaper, I buy quality minced meat whenever there’s a discount and, if I cannot process it the same day, freeze it and take it out when I prepare the bolognese.

I hope you enjoy this recipe! And don’t worry if you’re vegetarian (or vegan) for there’s a veggie version below.

Ingredients (6 portions for 2 people)

– 1 kg minced meat
– 2 packages of tomato puree, 2x 500 ml
– fresh rosemary
– 2-3 big carrots
– approx. 100 g celery root (that’s 1/2 of a small root or 1/3 of a bigger one)
– a little sunflower oil
– 1/2 onion
– spices: salt, pepper, oregano, marjoram, laurel leafs, sugar

Directions:

When your minced meat is frozen, put it into a big pot with a little water and heat it until cooked. Turn it around every few minutes and scrape off the cooked meat. This way, you grind it while it cooks and in the end, you will have perfect little pieces of meat in your bolognese. If you use fresh minced meat make sure it’s no older than 1 day. Sizzle it in one tablespoon sunflower oil.

While your meat is cooking, grate your vegetables, i.e. your carrots and the celery. I use a normal grater. Finely chop the onion and, together with the grated vegetables, add it to the meat. Sizzle for five minutes, season as you prefer and add the tomato puree. Make sure you add one teaspoon sugar to balance out the tomatoes’ flavour.

I then turn off my stove and leave the bolognese on the hot cooking spot so that it can simmer a little longer. I always let it rest over night and in the morning fill it into little plastic boxes and freeze it. When I need it, I take it out and while the pasta cooks, I heat it. This way, a fresh meal only takes 15. Use whole grain pasta to make it even healthier.

For all those who don’t like or eat meat, use vegetables. You can use almost everything: mushrooms, courgettes, aubergines, corn, fresh tomatoes, bell peppers, or olives. You can also use soy granules: soak 200-250 g in thrice the amount of water or broth, then proceed as described above with the meat.

Whatever your recipe turns out in the end, I hope you enjoy it whenever you just don’t feel like cooking.

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Selbstgemachte Nussschokolade I Chocolate Nut Bark

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Hallo, ihr Lieben!

Seid ihr noch auf der Suche nach einem schönen, selbstgemachten Weihnachtsgeschenk? Letztes Jahr gab es für meine Lieben ja gebrannte Mandeln und die sind richtig gut angekommen. Für die besonders Süßen habe ich mir aber noch etwas anderes einfallen lassen, das genauso schnell geht, sehr gut schmeckt und einfach ein Augenschmaus ist: selbst gemachte Nussschokolade. Ihr braucht dafür gar nicht viele Zutaten und auch die Herstellung ist sehr schnell und einfach. Und das Ergebnis ist wirklich toll, vor allem, wenn man die Schokolade-Ecken dann hübsch verpackt und so verschenkt.

Zutaten (für ca. 3-4 mittelgroße Säckchen gefüllt mit Nussschokolade):

– 250 g Zartbitterschokolade (mind. 50 % Kakao)
– Edelnussmischung (sehr gut schmecken Haselnüsse, Mandeln, Cashews und Walnüsse)
– Rosinen
– evtl.: Chiliflocken, grobes Meersalz, Kokosflocken

Und so geht’s:

Die Schokolade langsam im Wasserbad erhitzen, bis sie flüssig ist. Währenddessen die Nüsse und Rosinen sortieren und die schönsten beiseitelegen. Ein Backpapier ausbreiten und die Schokolade gleichmäßig darauf gießen, sodass ein gleichmäßiger Fleck entsteht. Auf die noch heiße Schokolade könnt ihr dann nach Lust und Laune Nüsse, Rosinen, Kokosflocken oder grobes Meersalz verteilen. Ganz toll passen auch Gewürze wie frische Rosmarinzweige oder Chiliflocken.

Die Schokolade am besten über Nacht abkühlen und erhärten lassen. Auf keinen Fall sollte sie zu kalt oder zu warm (über 25° C) bekommen, denn dann bildet sich ein leichter Grauschleier. Sollte dies doch passieren: keine Angst, das ist absolut nicht gefährlich, sondern hat damit zu tun, dass das Fett bei zu viel Wärme und der Zucker bei zu viel Kälte karamellisieren.

Hübsch in kleine durchsichtige Beutel verpackt, hält sich die Schokolade locker 2-3 Wochen und kann so verschenkt werden.

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This Recipe in English

Every year in December, I start thinking about what gifts I’m going to give to my friends and family. Personally, I prefer giving something self-made because this way, you not only give people a present, but also some of your time. Last year, I made the roasted almonds. Everyone was delighted and they were eaten up pretty quickly. So I figured that food is always a nice gift to give someone.

This is why I came up with a self-made chocolate bark, which is actually nothing overly creative or special, but always a nice present. The good thing about it is that you can personalize it as much as you want, adding those ingredients you feel match the person you’re going to give the chocolate bark to. And it’s really easy (and not too expensive) to make. I pack the barks in little plastic bags and decorate them with ribbons and gift cards, which makes them look nice and festive.

Ingredients (for 3-4 medium bags filled with chocolate):

– 250 g dark chocolate (min. 50% cacao)
– nuts mix (almonds, walnuts, hazelnuts and cashews are amongst my favorites)
– raisins
– if you want: chili flakes, coconut flakes, sea salt

Directions:

Melt the chocolate in a bain marie. Meanwhile sort out the pretty nuts and put them aside. Put a sheet of baking paper on your work surface and slowly pour the chocolate onto it so that it spreads out evenly. Put nuts, raisins, chili or coconut flakes on top when the chocolate is still warm. Spices such as fresh rosemary twigs also go very well with the dark chocolate.

Let the chocolate bark dry and harden over night but make sure that the place is not too warm or too cold. Otherwise, the chocolate will turn gray. If it turns gray, don’t worry, that doesn’t mean that it’s bad. All that happed is that the fat and sugar crystallize and make it look gray.

I usually decorate the little bags with ribbons and fir twigs, which looks really nice.

[Photos, as always, by my Culinary Consultant.]