Zitronen-Buttermilch Muffins I Lemon Buttermilk Muffins

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Hallo, ihr Lieben!

Bei mir war heute Muffin-Backtag. Dafür habe ich mich die letzten Tage durch das Internet und sämtliche meiner Kochbücher und -magazine gewühlt – immer auf der Suche nach Tipps für den perfekt geformten Muffin. Die häufigsten Tipps betreffen die Backtemperatur, den Teig und das Füllen der Förmchen. Die meisten Rezepte schlagen vor, den Teig mit einer höheren Anfangstemperatur von ca. 200° C zu backen, da so das Äußere des Muffins schneller fest wird und die Gase, die durch die Backtriebmittel im Inneren entstehen, die Oberfläche nach oben treiben. Das Problem ist allerdings, dass eure Muffins mit Sicherheit sehr braun werden, etwas, das ich persönlich gar nicht mag. Beim Teig wird meist vorgeschlagen, eine Mischung aus Backpulver und Natron zu verwenden, da Natron eine größere Treibkraft hat. Bei meinen Muffins hat es super funktioniert. Und was das Füllen der Förmchen angeht, sagt man, dass man sie wirklich bis zum Rand vollfüllen soll. Das Problem hier ist allerdings, dass sie so mit Sicherheit übergehen und der übergeflossene Teig am Blech anbrennt und die gesamten restlichen Muffins in ein feines Raucharoma taucht.

Ich kann euch empfehlen, Backpulver und Natron (gibt es in jedem Supermarkt in der Gewürzabteilung, nicht in der Backabteilung) zu verwenden und die Förmchen zu drei Viertel voll zu füllen. So gehen sie schön hoch, aber nicht über. Ich habe auch mit einer höheren Anfangstemperatur begonnen, allerdings nur bei 180° C für etwa 5 Minuten, denn sonst werden die Muffins wirklich zu dunkel. Ein wirklich toller Tipp ist, die Muffins nach dem Einfüllen in die Förmchen für 5 Minuten rasten zu lassen, bevor ihr sie backt. So können sich alle Luftblasen aus dem Teig arbeiten und die Backtriebmittel beginnen, zu wirken.

Und um Muffins wie bei McDonald’s und Starbucks zu bekommen, muss man generell größere Formen verwenden und bestimmt auch ganz viel Chemie. Also auch, wenn unsere etwas kleiner sind, so sind sie doch schön gewölbt und zu 100 % selbstgemacht. Und das ist ja die Hauptsache.

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Zutaten (für 24-30 Muffins):

– 520 g Mehl
– 450 ml Buttermilch
– 200 g Zucker
– 3 Eier
– 1 Packung Backpulver
– 1 Teelöffel Natron
– 1 Prise Salz
– 1 Bio-Zitrone
– 100 ml geschmacksneutrales Öl (z. B. Sonnenblumenöl)
– Vanilleextrakt (am besten selbstgemacht)
– 1 Esslöffel Rum

Und so geht’s:

Eine Muffinbackform mit Papierförmchen auslegen und das Backrohr auf 180° C vorheizen. Die Schale der Zitrone abreiben und den Saft auspressen. Alle trockenen Zutaten in einer separaten Schüssel vermischen und beiseite stellen. In einer anderen Schüssel Eier, Zucker, Vanilleextrakt, Rum und Salz mit einem Handmixer auf höchster Stufe schaumig rühren, etwa 4-5 Minuten. Buttermilch, Zitronensaft und -zesten sowie Öl kurz unterrühren. Die trockenen Zutaten einsieben und mit einem Schneebesen sehr kurz unterrühren, bis alles vermischt ist. Nicht zu lange rühren, der Teig soll nicht zu flüssig sein.

Den Teig in die Förmchen füllen, etwa zu drei Viertel. Für ca. 5 Minuten rasten lassen und bei 180° C ca. 5 Minuten und dann bei 170° C für etwa 15 Minuten backen. Wenn an einem Zahnstocher, den ihr in die Muffins stecht, nichts mehr hängen bleibt, sind sie fertig.

Die Muffins aus der Backform nehmen und gut auskühlen lassen. Sie können so gegessen oder ein wenig verschönert werden. Ich habe in einige von meinen vor dem Backen eine gefrorene Himbeere in die Mitte gedrückt. Diese verschwindet dann beim Backen und ist beim Essen eine schöne Überraschung. Für die restlichen habe ich ca. 50 g weiße Kuvertüre im Wasserbad geschmolzen, die Muffins damit bepinselt und mit kleinen Smarties und bunten Streuseln verziert. Die weiße Schokolade passt super zu dem zitronig-frischen Aroma der Muffins und mit den Streuseln verziert, sind die Muffins ein tolles Mitbringsel für jede Party. Die Muffins schmecken richtig locker und luftig und mit den Tipps oben gehen sie wunderschön auf.

Und weil ich ihren Blog so gerne lese und ihn ganz fantastisch finde, möchte ich dieses Rezept gerne Sarahs Knuspersommer anhängen, damit er noch süßer und leckerer wird, als er eh schon ist. Schaut einmal auf ihrem Blog vorbei, es lohnt sich wirklich!

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This Recipe in English

Muffins are a great present to take to parties or gatherings of all kinds. I love them because they are quick and easy to make, fast to prepare and taste really good. And you can sneak in a second one after you’ve finished the first because one muffin doesn’t equal one piece of cake. So two muffins are perfectly fine. These lemon and buttermilk muffins are great for summer barbecues or picnics. Their taste is fresh and lemony, which makes them light and fluffy.

The last few days, I searched the web for tips on how to get the perfect dome on your muffin. I read through blog entries, articles, how-to-websites and dug out all of my cookbooks and magazins that have muffin recipes in them. Actually, I found a whole bunch of tips, some of them more useful than others. The three most common are baking temperature, the muffin dough and the filling of the muffin tin.

In many articles, I read that you should start with a very high baking temperature, around 200° C. The reason is that the high temperature causes the outside of the muffin to bake faster, so that the leavers in the dough cause gases to form on the inside, that leave the muffin. However, when I tried it, my muffins came out rather burned even though I reduced the temperature after about five minutes.

The second tip suggests using both baking powder and baking soda in your recipe. For me, this worked really fine. You just have to make sure that the dough contains something sour when working with baking soda.

The last tip said to fill your muffin tins to the brim. However, the result you get is that your dough spills over and starts to burn on the tin. Which, of course, affects the aroma. So I would suggest you fill your tins about three quarters. This way, they will rise nicely but they won’t spill over.

What I did, and it really worked well, was to bake with an initial temperature of around 180° C and after approx. 5 minutes reduce the heat to 170° C. I also used a mixture of baking soda and baking powder and filled my tins about three quaters. And one very good tip is to let the dough rest for 5 minutes after having filled it into the paper cups because this way, the leavers can start to work. I think that at home, it’s really hard to get muffins like they have at Starbucks or McDonald’s but I believe they use a lot of additional stuff to make them rise (apart from their tins being about ten times bigger…). Anyway, I’d always prefer a good homemade muffin even if it’s a bit smaller (like I said, just sneak in another one).

Ingredients (serves 24-30 big muffins):

– 520 g flour
– 450 ml buttermilk
– 200 g sugar
– 3 eggs
– 1 package baking powder
– 1 teaspoon baking soda
– 1 pinch salt
– 1 lemon
– 100 ml vegetable oil (z. B. granola oil)
– vanilla extract (I prefere homemade)
– 1 tablespoon rum

Directions:

Line a muffin tin with paper cups and preheat oven to 180° C. Zest the lemon and squeeze out the juice. In a bowl, mix the dry ingredients and set aside. In a separate bowl, whisk eggs, sugar, vanilla extract, rum and salt on high speed for about 4-5 minutes. Then add buttermilk, oil and lemon juice and zest and mix shortly and slowly. Sift in the dry ingredients, but make sure you do so very gently and only until all ingredients are just combined. The dough should not be too runny.

Fill the paper cups, let them rest for 5 minutes and put them in the oven for about 20 minutes. Make sure to reduce the temperature to 170° C after about 5 minutes. Take out the tin and let the muffins cool completely. I melted about 50 g of white chocolate to decorate them and put sprinkles and little smarties on top. This way, I think they’re the perfect surprise for any occasion because they’re pretty to look at.

I hope you enjoy the recipe as much as I do. Let me know if you try it out.

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Kleine Ananas-Kokos-Küchlein in Karamell I Sunny Side Up – Mini Upside Down Pineapple-Coconut Cakes [Inspired]

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Wunderbar kleine Kokos-Küchlein, bedeckt von zarter Ananas in himmlisch süßem Karamell? Klingt wie ein Werbespruch, ist aber in Wahrheit einfach nur das unglaublich köstliche Ergebnis dieses Rezepts. Beim Durchblättern der neuen Ausgabe von LECKER Bakery bin ich darauf gestoßen und weil Ananas in Verbindung mit Kokos einfach unschlagbar gut ist, ist das Rezept sofort auf Nummer 1 der unbedingt nachzubackenden gehüpft.
Ich habe das Rezept ein bisschen verändert, hauptsächlich habe ich an Zucker und Fett gespart (also kein schlechtes Gewissen beim Schlemmen!). Das Original ist für 12 Muffins gedacht, ich habe mich aber für sechs Mini-Küchlein entschieden, weil die sehr viel hermachen. Wenn ihr lieber Muffins macht, einfach 2 statt einer Babyananas verwenden. Und sonst ist hier das Rezept für sechs umwerfende Mini-Küchlein:

Zutaten:

Für den Karamell:

– 100 g selbstgemachter Vanillezucker
– 5-10 g ungesalzene Butter
– 5 Esslöffel nicht geschlagener Schlag

Für die Küchlein:

– 1 Babyananas (ihr könnt auch normale Ananas verwenden, die müsst ihr aber zuschneiden)
– 250 g Mehl
– ca. 50 g selbstgemachter Vanillezucker
– 1 mittelgroßes Ei
– 3 Esslöffel Backpulver
– 50 ml Rapsöl (oder anderes geschmacksneutrales Öl) + 20 ml Milch
– 200 g ungesüßtes Naturjoghurt
– 45 g Kokosraspeln

Und so geht’s:

Den Ofen auf 175°C vorheizen. Ich habe für die Küchlein sechs kleine Souffléeförmchen verwendet, ihr könnt aber auch andere kleine ofenfeste Formen verwenden. Fettet sie mit ca. 5 Tropfen Öl aus, das reicht vollkommen. Das Grün der Ananas herausdrehen, die Ananas gut schälen und die braunen Stellen entfernen, den Strunk herausschneiden und in ca. 1 cm dünne Scheiben schneiden.

Der Karamell:
Beginnt mit dem Karamell, da dieser der schwierigste Teil des Rezepts ist. In einer gut beschichteten Pfanne 100 g Zucker bei mittlerer Hitze erhitzen. Nach ein paar Minuten merkt ihr, dass der Zucker langsam zu schmelzen beginnt. Gut rühren, bis der Zucker eine dunkelgoldene Farbe hat und angeröstet riecht. Das ist der Moment, wo euer Karamell in Sekundenschnelle anbrennen kann, also gut aufpassen und immer rühren. Wenn der Zucker flüssig ist, die Butter bei kleiner Hitze unterrühren (Vorsicht, der heiße Zucker spritzt!). Wenn die Butter komplett geschmolzen ist und sich mit dem flüssigen Zucker verbunden hat, könnt ihr den Schlag dazurühren und voilà, fertig ist eine wunderbare Karamellsoße. Die Ananasscheiben vorsichtig in den Karamell legen und 2-3 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen.

Mini Cakes

Die Küchlein:
Während die Ananas köchelt, könnt ihr euren Teig machen, denn der ist kein großer Aufwand. Einfach Ei, Öl und Joghurt mit einer Küchenmaschine 2-3 Minuten schaumig rühren, dann Zucker und Kokosflocken hinzufügen. Nach einer Minute das Mehl mit Backpulver hinzugeben. Das ergibt einen wunderbar duftenden, sehr klebrigen Teig.

Die Ananasscheiben vorsichtig in die Souffléeförmchen legen und mit Karamell bedecken. Es macht gar nichts, wenn der Karamell hart wird, da er in der Hitze des Ofens sofort wieder flüssig wird. Da der Teig sehr patzig ist, ist es einfacher, Einwegspritzbeutel zu verwenden, um ihn in die Förmchen zu füllen. Einfach an der Spitze aufschneiden und den Teig kreisförmig und gleichmäßig in die Förmchen spritzen, bis sie ein bisschen mehr als zur Hälfte voll sind.
Mini Cakes
Bei 175°C ca. 20-25 Minuten backen. Nach 15 Minuten könnt ihr einen Blick durch die Backofentür riskieren, da das der Moment ist, wo der flüssige Karamell anfängt, aus den Küchlein zu blubbern. Und das sieht einfach unglaublich gut aus. Wenn die Küchlein fertig sind, aus den Formen stürzen, so fließt der flüssige Karamell wunderschön am Kuchen hinunter.
Mini Cakes
Ich hoffe, euch schmecken die Küchlein oder Muffins genauso gut wie mir. Ich hatte auf jeden Fall das Gefühl, dass ich mit jedem Stück ein bisschen Sonne esse.

Mini Cakes

This Recipe in English

When leafing through this year’s special edition of LECKER Bakery they immediately caught my attention: intensely soft and moist muffins made of coconut-yoghurt dough topped with caramelized pineapples. Sounds delicious? I can assure you: it is! I have to say the recipe isn’t easy but the result is absolutely worth it. I adapted it a bit, though, especially cutting down on sugar and fat. The original recipe is aimed at 12 muffins but I chose to go for mini cakes as they’re really cute. If you want to do the muffins, you should use 2 pineapples. Otherwise here’s the recipe for six heavenly tender mini-cakes dipped in every so sweet caramel sauce.

Ingredients:

For the caramel:

– 100 g homemade vanilla sugar
– 5-10 g unsalted butter
– 5 tablespoons cream

For the dough:

– 1 baby pineapple (alternatively you can use normal ones and cut them until they fit)
– 250 g all-purpose flour
– 50 g self-made vanilla sugar
– 1 egg
– 3 teaspoons baking soda
– 50 ml canola or vegetable oil + 20 ml milk
– 200 g yogurt
– 45 g coconut powder

Directions:

Preheat oven to 175°C. For the mini cakes, I greased six mini ramekins but you can use any other heatproof bowls. Grease them with about five drops of canola oil. Peel the pineapple and cut it into thin slices. You don’t necessarily have to remove the stalk as it comes off automatically when taking the cakes out of the ramekins but you can do it anyway.

For the caramel:
You want to start with the caramel as this is the tricky part of the recipe. In a non-stick pan heat 100 g sugar over medium-high heat. Make sure that you start whisking as soon as you notice the sugar turns brown. After about a minute, it will begin to form clumps, which is totally okay as long as you keep whisking. Whisk until the sugar turns a deep amber and smells as if toasted. You have to be very careful now because this is the point where your caramel can burn within seconds so keep close watch. When the sugar has almost turned to liquid add the butter and start whisking again. When adding the butter the sugar will bubble so you want to watch out as it’s very hot. As soon as the butter has melted, add the cream and whisk again. You should by now have a smooth sauce into which you can gently lay the pineapple slices. Let them simmer at low heat for about 2-3 minutes.

For the dough:
Whisk together egg, oil and yogurt. After 2-3 minutes add coconut powder and sugar, after another one add flour and baking soda. It should make a rather sticky (and deliciously smelling!) dough.

Bringing it all together:
Very gently put the by now soft pineapple slices into the ramekins together with some caramel. Don’t worry if it hardens, it will soften up again in the heat of the oven. For adding the dough it is a lot easier to use disposable pastry bags as the dough is really sticky. Just place the dough into the pastry bag, cut it open at the tip and fill the ramekins until they’re about half full. Put them in the oven for 20-25 minutes. You might want to take a closer look after about 15 minutes as this is the point where the caramel starts to bubble out of the cakes – and this is not something you want to miss since it looks amazingly delicious! When they come out, immediately turn them over when they’re still hot. This will cause the caramel to ooze over the mini-cakes.

I really hope you will enjoy the recipe as much as I did!