Kleine Osterkränze I Little Easter Wreaths

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Hallo, ihr Lieben!

Natürlich ging Ostern auch an mir nicht spurlos vorüber, nur im Gegensatz zu allen anderen braven Bloggern habe ich es einfach nicht vorher geschafft, mein Osterrezept zu teilen, weil ich zu beschäftigt war, es tatsächlich in die Tat umzusetzen. Das Ergebnis war aber so ein Augen- und Gaumenschmaus, dass ich es euch trotzdem nicht vorenthalten möchte (denn das nächste Ostern kommt bestimmt!).

Diese Mini-Variation des großen Osterkranzes ist perfekt, um verschenkt zu werden. Sie sind klein, machen schön was her und werden auch bestimmt gegessen und bleiben nicht übrig. Außerdem lassen sie sich wunderbar einfrieren und etwa 1 Stunde vor der Osterjause aus dem Gefrierfach nehmen und sind dann richtig frisch und flaumig. Das Rezept ist wieder zuckerreduziert, nicht so sehr nur wegen den Nährwerten, sondern weil es bei unserer Osterjause immer sehr leckere Marmeladen/Honig/andere süße Aufstriche gibt, und es da leicht zu viel wird, wenn auch noch die Unterlage so richtig, richtig süß ist. Außerdem schmeckten diese Minikränze so supergut mit Osterschinken und Ei.

Das Rezept ist sehr, sehr einfach, der Teig absolut gelingsicher und er lässt sich toll verarbeiten, obwohl es ein Germteig ist. Ihr könnt ihn natürlich abwandeln und Rosinen hineingeben, ich finde ihn aber pur fast am besten. Gebraucht habe ich für alles, also Teig zubereiten, rasten lassen, Kränze formen und backen, so in etwa 2-2,5 Stunden, es ist also auch kein allzu aufwändiges Rezept (vor allem weil das Aufgehen und Backen ja quasi von alleine passieren). Das Formen, was ja bei Germteig meist eine Katastrophe ist, hat hier aber sehr gut funktioniert.

Zutaten (für 7 Kränze, die in etwa so groß sind wie ein Kuchenteller):

– 600 g Mehl
– 100 g Zucker (selbstgemachter Vanillezucker schmeckt supi)
– 3 Dotter + 1 Dotter zum Bestreichen
– 275 ml warme Milch + etwas Milch zum Bestreichen
– 1.5 Würfel Germ oder zwei Päckchen Trockengerm
– 60 g weiche Butter

Und so geht’s:

Die Milch leicht erwärmen, sie darf nicht zu heiß sein, das tötet die Germbakterien. Wenn ihr den Finger hineinhaltet und die Milch angenehm warm ist (so, dass ihr den Finger lange drinhalten könnt), ist sie warm genug. Milch in eine Schüssel geben (bei mir war es die Rührschüssel der Küchenmaschine, der Teig geht aber auch mit dem Handmixer gut), Germ dazu und gut vermischen, Zucker dazu und etwa 1/3 des Mehls darübergeben, etwa 5 Minuten stehen lassen. Dann die restlichen Zutaten hinzufügen und auf kleiner Stufe etwa 10 Minuten verkneten lassen, bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist. Mit einem Küchentuch abgedeckt etwa 30-60 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich der Teig verdoppelt hat.

Den Teig dann aus der Schüssel nehmen, er sollte sich sehr leicht lösen und nicht kleben und auf einer unbemehlten (das ist ganz wichtig) Arbeitsfläche zu einer langen Wurst ausrollen. Davon mit einem Messer oder einer Teigkarte sieben gleich große Teile abstechen und zu ebenmäßigen Kugeln formen. Am besten geht das, wenn ihr den Teig immer von außen nach innen zieht, sodass sich außen eine ebene Kugel formt und innen die zusammengelegten Teile miteinander verbinden. Diese Kugeln legt ihr zur Seite, ihr könnt sie auch abdecken, und nehmt euch eine davon auf die Arbeitsplatte. Jetzt werden die Kränze geformt! Rollt die Kugel, immer noch ohne zusätzlichem Mehl, sonst lässt sich der Teig nicht formen, zu einer langen Schlange und schneidet sie dann von beiden Seiten der Länge nach ein, wobei ihr in der Mitte ca. 1 cm uneingeschnitten lasst. Legt dann die beiden entstandenen Teigschlangen immer abwechselnd übereinander und führt die beiden Enden zueinander und drückt sie fest. Das Foto zeigt glaube ich ganz gut, was ich meine.

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Backofen auf 150° C vorheizen. Auf ein Blech passen gut vier Kränze, lasst sie noch etwa 15 Minuten aufgehen, bevor ihr sie mit einem Eidotter und etwas Milch bestreicht und bei ca. 150° C für 20 Minuten in den Ofen schiebt. Der Teig bleibt durch die niedrige Temperatur wunderbar flaumig und sie werden doch kross gebacken und schön goldgelb. Bestreicht sie, nachdem ihr sie aus dem Ofen genommen habt, noch einmal mit der Dotter-Milch Mischung und lasst sie dann vollständig auskühlen. Sie halten sich luftdicht verschlossen gute 2-3 Tage und lassen sich super einfrieren und bei Bedarf frisch auftauen. Mir haben sie am besten mit Marmelade und etwas Butter geschmeckt – herrlich!

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This Recipe in English

I know I’m awfully late with my Easter recipe but better late than never is what I say. This year, I decided to use my family recipe and try something new and make an Easter wreath, but when I considered it I thought why just make one big wreath that becomes all dry and hard by the third day when I can make those sweet little wreaths and use them as Easter gifts instead? A word and a blow, since I already had the recipe, I went on the internet to look for instructions on how to actually form those wreaths and I ended up with some pretty good ones. The one I’ll show you here worked out best and the little wreaths really lived up to my expectations. Usually, I use cold yeast dough when I want to form and create some special bakeries, but the thing is, it’s just not as fluffy as the warm yeast dough. This time, however, the warm one really went well!

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Ingredients:

– 600 g flour
– 100 g sugar (homemade vanilla sugar tastes great)
– 3 yolks + 1 yolk for brushing
– 275 ml warm milk + some milk for brushing
– 1,5 cubes yeast or 2 packages dry yeast
– 60 g butter, softened

Directions:

Over low heat, heat the milk until it has warmed a bit. You don’t want it hot because that will cause the yeast to stop working, if you can keep your finger in the milk and it feels almost as warm as you, it’s perfect. Pour the milk in a bowl (I poured it in the bowl of my mixer), add the yeast and mix until combined. Add the sugar and about 1/3 of the flour and let it rest for about five minutes. Add the other ingredients and knead on low speed for at least 10 minutes. By then, you should have a smooth and soft dough. Cover it with a cloth and let it rest for 30-60 minutes, until it has doubled in size.

Remove the dough from the bowl and put it onto your (flour free) kitchen counter. Roll and knead it until you have a long line that you evenly divide into seven pieces of approx. the same size. Roll them into small balls with your hands and set them aside, again covering them with the cloth. Take one ball at a time and start rolling it until you have a thin roll. From both ends, cut it into half lengthwise without cutting through the middle part (the picture shows what I mean) and then start intertwining the strands. This way, the wreath will survive the baking without loosening and it will keep its form until the end (that is, until you tear it apart to spread butter on it :-D ).

While you prepare the other wreaths, preheat oven to 150° C. Line a baking sheet with baking paper and put four wreaths on it. Let them rest for another 15 minutes before brushing them with the egg and milk mixture and putting them in the oven for 20 minutes straight. The low temperature will make them bake very slowly, which ensures that they stay very soft. After having taken them out of the oven, let them cool on a wire rack for about 5 minutes before brushing them again with the egg and milk mixture. You can store them in the freezer and take them out about an hour or so before you need them, and they will stay all fresh and fluffy.

The dough is not too sweet since I cut down sugar, which makes them perfect for an Easter brunch because you can put honey or marmalade (or even bacon and eggs) on it without getting a shock of all the sugar. I swear, the recipe’s been in my family for so long that they’ve become my absolute favorite and I can’t imagine Easter without them. I hope you enjoy them as much as I do (and why wait another year till next Easter when they’re perfect for any other day too?).

Oster-Weihbrot I Easter Bread

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Wenn man dem Handel glauben darf, fängt Ostern eigentlich schon am 27. Dezember. Denn dann bekommen all die armen Schokonikoläuse, die es nicht unter die Weihnachtsbäume geschafft haben, über Nacht Ohren und Hasenzähne. Für mich beginnt das richtige Ostern erst mit dem Osterbacken in der Karwoche, bei dem sich unsere Küche in eine kleine Bäckerei verwandelt und man zwischen Bergen von Mehl und Germwürfeln kaum noch Platz findet, das heiße Blech abzustellen.
Dieses Rezept für Weihbrot stammt von meiner Mama, die sich dem perfekten Osterbrotrezept verschrieben und es nach viel Tüfteln auch tatsächlich gefunden hat. Das Ergebnis ist ein herrlich saftiger Germteig, außen goldgelb und innen zart cremefarbig, der genau die richtige Süße hat.

Dieses Jahr haben wir ein Experiment gewagt und statt Zucker Sukrin verwendet. Das ist ein Zuckerersatz, der (juhu!) absolut kalorienfrei ist, weil er im Körper nicht verstoffwechselt wird. Ich will hier jetzt keine Werbung dafür machen, denn ihr findet alle Infos sowie Vor- und Nachteile im Internet und könnt euch am besten selbst ein Bild davon machen. Aus meiner Erfahrung kann ich aber zwei Dinge sagen: Sukrin hat sich beim Backen absolut gleich verhalten wie Zucker, Zutatenmengen können also 1:1 übernommen werden, es ist jedoch deutlich weniger süß. Wer es also gern süß mag, sollte die angegebene Zuckermenge eineinhalb- oder zweifach rechnen, wenn er mit Sukrin backt. Und er kann sich trotzdem über kalorienarmes Gebäck freuen :)

Zutaten (für 8-10 mittelgroße Weihbrote):

– 1200 g Mehl, glatt
– 120 g Sukrin (oder Zucker)
– 3 Kaffeelöffel Vanillearoma
– 3 Würfel Germ (= Hefe) à 42 g
– 550 ml warme Milch
– 1 Kaffeelöffel Salz
– 120 g weiche Butter
– 6 Eidotter
– evtl. Rosinen

Und so geht’s:

Teig vorbereiten:

Für den perfekten Germteig macht ihr als erstes ein Dampfl. Das ist (ziemlich österreichisch) der Vorteig, der den Germteig im Endeffekt so fluffig macht. Dafür die Germ in eine große Rührschüssel (idealerweise die der Küchenmaschine) bröseln, die Milch leicht erhitzen, auf die Germ schütten und mit einer Gabel ein wenig verrühren. Etwas von dem Zucker und dem Mehl zugeben und ca. 5 Minuten an einem warmen Ort stehen lassen, bis sich Blasen bilden. Wenn sich keine Blasen bilden, keine Panik, früher war das Dampfl lediglich dazu da, um zu überprüfen, ob die Germ genug Bakterienkulturen hat. Bildeten sich keine Blasen, wusste man, dass die Germ schlecht war. Mit unserer industriellen Germ heute ist das Dampfl eigentlich mehr ein traditioneller Teil des Backvorgangs und hilft, dass sich die Germ später gleichmäßiger im Teig verteilt.

In das Dampfl die restlichen Zutaten (Mehl, Zucker, Eidotter, Salz, Butter, Vanillearoma) einwiegen und mit der Küchenmaschine auf kleiner Stufe für gute 10 Minuten sanft durschlagen. Den Teig dann an einem warmen Ort, idealerweise einfach im Raum, ca. 1 Stunde rasten lassen. Germteig kann auch am Vortag zubereitet werden, damit er über Nacht rasten kann.

Teig verarbeiten:

Backrohr auf 160°C vorheizen. Den Teig nochmals mit den Händen auf einer bemehlten Fläche sanft durchkneten, wer möchte, kann jetzt die Rosinen einkneten. Den Teig in gleich große Stücke teilen, je nachdem, wie groß die einzelnen Osterbrote werden sollen. Für meine Osterbrote hatten die Teiglaibchen ungefähr die Größe von Äpfeln. Die Osterbrote vorsichtig schleifen, also mit der flachen Hand auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu Kugeln formen und auf ein Backblech legen. Zwischen den einzelnen Laibchen Platz lassen, da sie noch aufgehen.

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Mit einer Schere (mit einem Messer wird man zum Sisyphus) ein hahnentrittartiges Muster in die Laibchen schneiden, je tiefer ihr sie einschneidet, umso stärker wird das Muster am Ende. Die eingeschnittenen Laibchen noch einmal mit einem Küchentuch abdecken und für ca. 10 Minuten rasten lassen. Dann die Oberseite bis auf den Einschnitt mit einer Mischung aus 2 Eidottern und etwas Milch bestreichen, damit sie schön glänzen. Bei 160°C und Umluft für 15 Minuten backen. Stäbchenprobe machen, ob sie auch wirklich durch sind und gleich nach dem Backen noch einmal mit der Ei-Milch-Mischung bepinseln.

Und dann dürft ihr genießen und euch über euer selbst gebackenes, absolut perfektes Osterbrot freuen. Übrigens: Die fertigen Brote können problemlos eingefroren werden, meiner Meinung nach werden sie dadurch sogar noch besser. Einfach auf ein Tablett oder Holzbrett setzen und mit einem Plastiksack abgedeckt direkt nach dem Auskühlen oder noch lauwarm einfrieren. Für das Auftauen einfach 1-2 Stunden vor dem Verzehr bei Raumtemperatur aufgehen lassen. Viel Spaß beim Backen und besten Appetit!

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This Recipe in English:

I have to admit that I didn’t even bother trying out another recipe for Easter Bread than my mum’s. In fact, it’s just the best recipe for the best Easter Bread ever, it’s as simple as this. The dough is ever so soft, golden on the outside and creamy on the inside – the little breads just taste heavenly. We’ve been baking these for about ten years now, with my mum constantly improving and changing the recipe (now having arrived at the final, perfect, version).

Still, this year was a bit of a first too because we tried baking with Sukrin instead of granulated sugar. Sukrin is kind of a sugar substitute that has no calories but can be processed just like sugar. I won’t advertise here because you can get all the information on the net anyways but I’d advise you to double the recipe’s amount of sugar when taking Sukrin if you like your baking sweet. Meaning, for this one you want to take about 200g instead of the suggested 120g.

Ingredients (for 8-10 middle-sized Easter Breads):

– 1200 g flour
– 120 g Sukrin (or the same amount sugar)
– 2 teaspoons vanilla extract
– 3 yeast cubes à 42 g
– 550 ml milk, warm
– 1 teaspoon salt
– 120 g butter, soft
– 3 egg yolks
– raisins, if you want to

Directions:

Preparing the yeast sponge:

For the perfect yeast dough crumble the yeast into the bowl of your stand mixer and cover it with the warm milk. Into this mix, pour some of your Sukrin/sugar together with some of the flour and let it rest for about 5-10 minutes. By then, the yeast sponge should be bubbling a bit, don’t panik if it doesn’t, the dough will work out just fine.

After the dough has rest, add the remaining ingredients and beat them at low speed for at least 10 minutes. Cover the dough with a wet cloth and let it rest at a warm place (ideally your baking room) for about 30 minutes. You can also prepare your dough the previous day and let it rest over night. Just make sure you use a big bowl so that your dough doesn’t start wondering around on the floor (What? Nooo, that’s never happened to me).

Processing the dough:

Preheat oven to 160°C. Gently knead the dough again, this time using your hands, and divide it into 8-10 little balls equal in size. With your hands smooth them and put onto your baking sheets. With a scissor, cut a pattern into your dough balls (see picture). Let them rest for about 10 minutes. Mix two yolks with some milk and lightly brush your dough balls with it, leaving out the cut-outs (these will remain white afterwards, I heard they should remind of a bishop’s hat). Bake at 160°C for 15 minutes, then immediately brush them with your egg-milk mix again so that they’ll glaze.

The breads can be frozen for as long as you want, just put them into a plastic bag. If you then want to eat the bread just take it out of the freezer two hours before your need it and let it thew slowly.

I really hope you will enjoy the recipe as much as I do. Have a very happy Easter!

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