Erdbeertiramisù I Strawberry Tiramisù

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Bonjour à tous aus dem wunderschönen Paris! Somit sei auch meine lange Blog-Pause erklärt, denn ich befinde mich zurzeit im Auslandssemester in der Stadt der Liebe. Und ja, auch hier wird eifrig gekocht, denn Fertigquiche kommt mir nicht auf den Tisch (um ehrlich zu sein gab’s leider auch noch keine selbst gemachte, da die Kochmöglichkeiten das nicht zulassen). Geschichten aus der Stadt an der Seine gibt’s für alle Interessierten übrigens hier zu lesen, leider nur auf Deutsch, da meine gesamte Familie ja auch etwas davon haben möchte ;).

Und deshalb muss ich mich darauf verlegen, alte Rezepte und/oder Fotos auszugraben, aber ich werde mich bemühen, auch etwas von dem zu posten, was ich hier so koche. So à la gesunde, schnelle, günstige Studentenküche auch im Ausland. Also schaut vorbei, denn so lange wie jetzt lasse ich euch nicht mehr warten.

Vor einigen Wochen gab ein Freund von mir eine Party anlässlich seines – passenderweise – Auslandssemesters in Schweden und da es zu dieser Zeit noch sehr warm war, entschloss ich mich, ein Tiramisù zu machen. Und da es immer wieder Leute gibt, die (unverständlicherweise) keinen Kaffee mögen, habe ich mich für ein Erdbeertiramisù entschieden. Und mittlerweile kennt ihr mich, denn es ist natürlich ohne Mascarpone oder Schlag, sondern stattdessen sehr leicht herzustellen und auch zu verdauen. Ich muss sagen, die fehlende Mascarpone tat dem Geschmack aber keinen Abbruch, denn meine Nachspeise war am schnellsten weg, was ich einfach einmal als gutes Zeichen gewertet habe. Viel Spaß beim Nachkochen und vor allem beim Genießen!

Zutaten (für eine normal große Auflaufform):

– 2 Päckchen Biskotten
– 3-4 Esslöffel Zucker
– 1-2 500 g Naturjoghurts
– 2-3 250 g Päckchen Magertopfen
– 1,5 kg frische Erdbeeren (ihr könnt auch tiefgefrorene nehmen, aber mit frischen ist es unglaublich fruchtig)
– 1-2 Teelöffel Vanillearoma
– 1-2 Esslöffel Rum
– Zitronensaft

Und so wird’s gemacht:

Die Erdbeeren waschen, das Grün entfernen und schneiden, es muss nicht allzu klein sein. Ein paar schöne für die Dekoration aufheben. Erdbeeren pürieren und nach Belieben süßen. Ich habe keinen extra Zucker beigefügt. Ein Spritzer Zitronensaft passt aber wunderbar und hebt das fruchtige Aroma.

In einer separaten Schüssel Topfen, Joghurt, Vanillearoma und Zucker mit einem Mixer zu einer cremigen Masse verrühren. Wenn es euch zu wenig süß ist, einfach noch etwas Zucker beifügen. Auch in diese Masse könnt ihr einen Spritzer Zitronensaft geben. Masse kalt stellen, während ihr die Form mit Biskotten auslegt. Dafür einfach den Boden der Form mit Biskotten auslegen, die gezuckerte Seite nach unten. Auf diese Lage Biskotten kommt dann das Erdbeerpüree. Ich habe es mit einem Kaffeelöffel längs auf die Biskotten aufgetragen, denn wenn man es einfach daraufschüttet, werden sie sehr weich und labbrig. Durch kleinere Mengen Erdbeerpüree werden sie jedoch einfach nur schön saftig. Auf das Erdbeerpüree kommt dann die Topfenmasse und darauf wieder Biskotten mit der gezuckerten Seite nach unten (denn so süßen sie den Topfen noch etwas nach). Weiterschichten, bis die Form voll ist und dann für mindestens 3 Stunden, am besten aber über Nacht, kalt stellen. Und dann heißt es in vollen Zügen genießen!

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This Recipe in English

Bonjour à tous from the wonderful Paris, France. I am so sorry that I kept this new blog post from you for ages but the reason was my moving to France for the next four months to do my semester abroad. Which means that I will have to dig out my old recipes and pictures because the kitchen here is in no condition to be presented on this blog. Nonetheless, I will try my best and still post what I cook here in Paris. Maybe I’ll do it under some kind of “cheap, fast, easy even if you’re abroad” tag, let’s see.

So, because you have waited for so long, the following recipe has to be good and, believe me, it is! I made it for the goodbye-party of a friend of mine. It took place in summer (shame on me to let yu wait so long, I know) and as it was still warm back then I opted for a fruit tiramisù again. It’s actually quite similar to the apple tiramisù I have done before but this one is with strawberries. Which makes it kind of extra-fruity. So, here you go and make sure that you enjoy the outcome!

Ingredients:

– 1-2 big natural yoghurts
– 2-3 250g packets of low-fat curd
– 2 packets of biscotti or normal biscuits
– 1,5 kg fresh strawberries (you can use frozen ones but it won’t be as fruity)
– 1-2 teaspoons vanilla extract
– 1-2 tablespoons rum
– lemon juice

Directions:

Wash the strawberries and gently remove the green. Chop them and then put them in a blender and blend until completely smooth. You can add sugar if you want to, I didn’t because I thought it was sweet enough. But what you should do is add a bit of lemon juice because this will make it super-fruity.

In a separate bowl, combine the yoghurt, curd, sugar, rum and vanilla aroma and mix with a handmixer until smooth and creamy. But in the fridge while you lie your casserole with biscotti. Start by lining them in the casserole, sugared side down. Then put strawberry puree on it. I did it with a spoon because if you just shovel it on the biscotti will get really wet, which doesn’t taste good. Onto the strawberry puree put your curd-mix. Onto that you want to place another line of biscotti, sugared side again down (this way it will extra-sweeten the curd but you don’t need additional sugar). Continue until casserole is full and place in the fridge for at least 3 hours, but best over night. And then enjoy your perfectly fruity and, by the way, really healthy tiramisù! :)

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[P. S. Photos by my Culinary Consultant].

Cremige Erdbeer Überraschungstorte I False Strawberry Cheesecake

Erdbeer-Topfentorte 4 (1 von 1)

Außen hui, innen… noch mehr hui! Auch wenn diese Torte bereits von außen sehr schön aussieht, so ist sie beim Aufschneiden doch eine wahre Überraschung. Auf die Idee hat mich Sarahs Rezept gebracht, ich habe es zwar komplett abgeändert, was Zutaten und Zubereitung angeht, mich jedoch von der Art, die Erdbeeren im Kuchen anzuordnen, inspirieren lassen. Vielen, vielen Dank für die tolle Inspiration!

Beim Backen habe ich mich gegen einen traditionellen Cheesecake bestehend aus Keks-Butter-Boden und Doppelrahm Frischkäse-Füllung entschieden, der hätte hier zwar sehr gut gepasst aber das Ergebnis einer sehr frischen, leichten, cremigen Torte, die richtig was her macht, hat mich absolut überzeugt. Die Basis bildet ein Vollkorn-Mürbteigboden, die Creme ist aus Topfen und Joghurt und die Erdbeeren versinken richtiggehend in ihr und kommen erst beim Anschneiden zum Vorschein. Da der Mürbteigboden aus Weizenvollkornmehl ist, ist er knusprig und passt so ideal zum Rest der Torte, der sehr luftig ist. Die Torte ist etwas kleiner als die herkömmlichen mit 26 cm Durchmesser, sie misst in etwa 20 cm und ich finde, das macht sie zu einem richtigen Blickfang.
Der Mürbteig muss eine Stunde im Kühlschrank rasten und die Torte über Nacht in den Kühlschrank, die restliche Zubereitung geht aber relativ flott, da einfach nur alles zusammengerührt werden muss.

Erdbeer-Topfentorte 1 (1 von 1)

Zutaten:

Für den Vollkorn-Mürbteig:

– 170 g Weizenvollkornmehl
– 40 g Staubzucker, wer es süßer mag, nimmt 50-60 g
– 60 g kalte Butter
– 1 Ei
– 1 Prise Salz

Für die Fülle:

– 500 g wirklich schöne Erdbeeren, idealerweise gleich groß
– 500 g Magertopfen
– 500 g Magerjoghurt
– 50 ml Schlag
– 4 Esslöffel Vanillezucker
– 3 Esslöffel Vanillearoma
– 9 Blatt Gelatine

Und so geht’s:

Der Mürbteig:

Für den Mürbteig den Backofen auf 170°C vorheizen. Mehl, Zucker, Butter, Ei und Salz rasch mit den Händen zu einem Teig verkneten. Das Vollkornmehl verhält sich hier etwas anders als weißes Mehl, da es gröber ist, der Teig wird am Ende jedoch genau die gleiche Konsistenz haben, wie normaler Mürbteig, vielleicht ein kleines bisschen krosser. Den Teig für eine Stunde im Kühlschrank rasten lassen.

Einen Tortenring auf 20 cm Durchmesser ausziehen, ein Bleck mit Backpapier belegen und den Tortenring daraufstellen. Den Teig gleichmäßig im Tortenring verteilen und mit den Händen festdrücken, bis der gesamte Ring ausgelegt ist. Das ist viel weniger Arbeit, als ihn auszurollen und umständlich einzupassen. Mit einer Gabel Löcher in den Teig stechen, mit rund zugeschnittenem Backpapier abdecken, Linsen oder andere Hülsenfrüchte darauf verteilen und bei 170°C für 15 Minuten blindbacken. Danach das Backpapier und die Hülsenfrüchte entfernen und bei Ober-/Unterhitze für 5 Minuten weiterbacken. So wird der Mürbteigboden schön knusprig und golden. Gut auskühlen
lassen.

Die Fülle:

In der Zwischenzeit genügend Erdbeeren putzen, um später die Tortenform damit auszulegen. In einer großen Rührschüssel Topfen, Joghurt, Vanillearoma und Zucker zu einer cremigen Masse verrühren. Schlag aufschlagen und locker unter die Masse heben. Wem es schmeckt, kann natürlich auch mehr Schlag verwenden, denn 50 ml sind nicht viel, wer möchte, kann ihn auch ganz weglassen. Ich finde viel Schlag nicht nötig, er macht die Masse aber natürlich locker und luftig, also wer das gerne mag, nimmt einfach mehr. Creme derweil in den Kühlschrank stellen.

Wenn Mürbteig und Tortenring komplett ausgekühlt sind, könnt ihr loslegen. Den Teig auf einen ebenen Teller setzen und den Tortenring um den Teigboden schließen. So viele Erdbeeren halbieren, wie man am Rand des Tortenrings platzieren kann – aufgeschnittene Seite nach außen. Die restlichen Erdbeeren in die Mitte setzen, bis der Teig bedeckt ist.

In einem kleinen Topf und ca. vier Esslöffeln Rum neun Blatt Gelatine auflösen, kurz auskühlen lassen und einige Esslöffel der Joghurtcreme zur Gelatine geben. Gut vermischen, dann zur Joghurtmasse geben und gut unterheben. Masse wieder für ca. fünf Minuten in den Kühlschrank stellen, dann über die Erdbeeren gießen und glattstreichen.
Über Nacht im Kühlschrank gekühlt, lässt sich die Torte am nächsten Tag wunderbar schneiden. Ich habe noch eine selbst gemachte Erdbeersoße aus den übrig gebliebenen Beeren dazugereicht (leider erst, nachdem die Fotos schon im Kasten waren). Dafür diese einfach klein schneiden, mit etwas Zitronensaft pürieren und nach Herzenslust über die Torte gießen. Besten Appetit und viel Spaß beim Auskosten der Erdbeerzeit mit diesem wunderbaren Rezept.

Erdbeer-Topfentorte 3 (1 von 1)

This Recipe in English

I straight away apologize to anybody who’s looking for a traditional cheesecake recipe here. Because it’s not going to be one. It’s going to be even better. Actually, it was Sarah who inspired me with her idea of putting whole strawberries into a cake, although I have to say that I came up with the rest of the recipe myself (so if anything doesn’t work out, it’s me who you got to blame). A huge thank you to Sarah for inspiring me!

As I said, this cake’s nothing of a traditional cheesecake. There won’t be any double cream or biscuit-buttery base. Instead, there will be an incredibly light and tasty summer cake, made of a whole wheat shortcrust base, topped with fresh strawberries and filled up with a creamy yogurt-and-vanilla-curd batter which gets firm enough to let you cut through it after one night in the fridge. To be honest, I was surprised myself how well the recipe worked out because I somehow came up with all of the measures myself.

For the cake, I didn’t use a common 10-inch cake pan because I thought it nice to make the cake a bit smaller this time. I think it’s about 8 inches, which works out just fine because thus, it’s a big higher and this makes it look really nice. As I said, let the cake rest in the fridge over night to ensure that it sets and you can cut it the next day. I’m incredibly curious what your opinions on this one are so don’t hesitate to let me know.

Ingredients:

The Shortcrust:

– 170 g whole wheat flour
– 40 g confectioner’s sugar, if you want it sweet, take 50-60 g
– 60 g cold butter
– 1 egg
– 1 pinch salt

The Cream:

– 500 g strawberries, go for the pretty ones that are roughly equal in size
– 500 g low-fat curd
– 500 g low-fat yogurt
– 50 ml cream
– 4 tablespoons vanilla sugar
– 3 tablespoons vanilla extract
– 9 sheets gelatine

Directions:

The Shortcrust:

Preheat oven to 170°C fan. With your hands, knead flour, sugar, butter, egg, salt and sugar until you get a smooth dough. Due to the whole wheat flour, it might vary a bit from the one you’re used to when baking with usual all-purpose flour but I can assure you that it is absolutely the same when it comes to baking or processing. Let the dough rest in the fridge for an hour before processing further.

Line a baking sheet with parchment and adjust a cake ring to 8 inches. Evenly line the inside of your cake ring with dough. This is much easier than rolling it out and fuzzing around with fitting it in. Put a round sheet of parchment onto your shortcrust, pour some lentils or other baking beans on and bake blind for 15 minutes. Then, remove the baking paper and the beans and bake for another 5 minutes, until the pastry is biscuity. Remove from oven and let it cool completely.

The Cream:

In a large bowl, whisk curd, yogurt, vanilla extract and sugar into a creamy batter. Whisk your cream until frothy and fold into the batter. If you like it, you can of course use more cream, I simply don’t think it necessary because sure, it does make the batter light and fluffy but other than that doesn’t affect taste at all. Put batter in the fridge while following the next steps.

Clean as many strawberries as are needed to fill up your cake ring. Again, make sure to use pretty ones that are roughly equal in size. When the pastry has cooled completely, you can start assembling your berries. Halve some in order to line them around the cake ring, inside out, putting the rest in the middle until the ring is full. Set aside.

In a small pot and four tablespoons rum or water, soften and melt your gelatin. Let it cool a bit and then add some of the cream to the gelatin and mix thoroughly. Only then can you add the gelatin-cream-mix to your batter, mixing until thoroughly combined. Put in the fridge for another five minutes before pouring the batter onto your strawberries until they are covered completely.

Let the cake rest in the fridge over night. I served the cake with a very quick strawberry puree (that, unfortunately, doesn’t show on the pictures because I only remembered that I made it after we were finished with the cake. Anyways…) Therefore, I just cleaned and chopped leftover strawberries and added a shot of rum before pureeing the berries. I assure you, the combination of creamy strawberries together with the crumble of the cake’s crust is worth committing a crime for. Enjoy the recipe!